Konzept

Eingang vom Kultwerk West

Das öffentliche Wohnzimmer ist heimatlos und macht Pause, aber wir freuen uns auf den Einzug in die neuen Kultwerk-Räume im ex-Möbelhaus Brandes. Auch wenn das doch etwas dauert: Im Dezember 2016 starten Kultwerk-Abende am Nobistor 14.

Mit Kultwerk haben wir 2006 den Ort geschaffen, den wir in Hamburg vermisst haben - das öffentliche Wohnzimmer: Der Ort für neugierige Hamburger, die mit einander ins Gespräch kommen wollen und in persönlich geprägter Atmosphäre über die unterschiedlichsten Themen diskutieren. Kultwerk steht für die Offenheit und Breite der sozialen Zusammenhänge in unserer Stadt.

Start war im September 2006 einer leer stehenden Einkaufspassage in Altona (heute ist da ein Bio-Supermarkt), nach einigen Jahren sind wir in die Kleine Freiheit in St. Pauli umgezogen. Zwischen 2006 und 2014 haben wir Veranstaltungen organisiert - acht Jahre mit rund 450 Kultwerk-Abenden. Großes Vergnügen auch bei den drei Lesesonntagen und Hamburgs allerersten Franzbrötchen-Kongress. Das Kultwerk-Team besteht aus zwölf Leuten in unterschiedlichen Berufen und mit ganz unterschiedlichen Interessen http://www.kultwerkwest.de/team.

Kultwerk-Abende beispielhaft: Um irritierendes Reich-Werden-Wollen ging es schon 2006 im Kultwerk , 2014 lasen wir in Thomas Pikettys Bestseller, dass dieses Wollen aber nur bei Schon-Was-Haben funktioniert.  Als wir 2009 mit Rechtsanwalt Gerhard Strate über seine Recherchen zu Veruntreuung bei der HSH-Nordbank sprachen, trafen wir HSH-Mitarbeiter im Publikum, die endlich selber Bescheid wissen wollten. Der einzige Abend mit 80 % Männern auf unseren Sofas war der Film-Abend über einen Porsche-Sammler. Bei einem der Abende über Schule ging es um Privatschul-Pläne in Wilhelmsburg (!). Inzwischen steht dort die Elbinsel-Schule. Weiter durch acht Kultwerk-Jahre: Design, Putzfrauen-Welten, Cuisine Canaille, Kunst (Harald Falckenberg über Refeudalisierung der Kunst war ein besonderes Highlight) , Tischgespräche, Besuche bei tollen Hamburger Mode-Designern, Foto-Ausstellungen. Schon Anfang 2011 brachte Kultwerk die Präsentation eines 3D-Druckers, aber leider haben wir selbst nicht sofort den revolutionären Produktionssprung kapiert. 2013 besuchten wir Google und redeten dort mit Thomas de Buhr, heute Twitter-Chef Deutschland. Bei Stadtentwicklung ging es schon Anfang 2009 um das Thema die Welt wird zur Stadt. Dieser Zukunft stellt sich die Stadtgesellschaft allmählich, selbst Gewerbeflächen/Handwerk in der Stadt gelten nicht mehr als Störung privater Wohnträume. Kultwerk glaubt weiter an unsere 2007 entwickelte (und leider breit ignorierte) Idee einer Hamburger Kulturraum-Stiftung - trotz Kreativgesellschaft als Raumbeschaffer und beeindruckender Selbstermächtigung im Gängeviertel.

Last not least: Kultwerk schaute auf China, Russland oder die Mongolei, sprach über Einwanderung (auch mal über Auswanderung in die USA) ebenso wie über die Bewältigung des Völkermordes in Ruanda. 2010 deutete ein Abend über die Demokratische Republik Kongo an, was später zu Mali oder Uganda die Medien beschäftigte.

Kultwerk funtioniert seit dem Start fast ohne Geld. Das ist möglich, weil das Team pro bono arbeitet und weil Podiumsgäste ohne Honorar kommen. Ihre Auftritte und ihre Begeisterungsfähigkeit für Kultwerk haben uns ebenso beschenkt wie das Publikum. Es bleiben u. a. Raumkosten, Flyerdruck, Versicherung. Wir danken für ihre wunderbare Unterstützung den Kultwerk-Sponsoren Claussen Simon Stiftung, Signal Iduna Allgemeine Versicherung AG, Gastwerk Hotel Hamburg, Doctores Völschau Wirtschaftsprüfer Steuerberater, Hapag-Lloyd AG, Wein- und Kaffeeladen Claus Kröger, steg Hamburg mbH, amptown sound & communication GmbH. Zu den Websites unserer Sponsoren gelangen Sie hier. Kultwerk West ist beim Vereinsregister Hamburg eingetragen # VR 19034. Unser Spendenkonto ist:  Kultwerk West e. V., Haspa Hamburg IBAN DE 28 200 505 50 12 68 12 90 28